Helge Rosvaenge

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Kommentar

Helge Roswaenge (1897–1972), dänischer Opernsänger, 1930–1944 führender Tenor an der Berliner Staatsoper, 1933 NSDAP-Beitritt in Graz, 1935 Gast bei Görings Hochzeit, auf der „Gottbegnadeten-Liste“ (Führerliste) der wichtigsten Künstler des „Dritten Reichs“, nach 1945 pendelte er vorwiegend zwischen Berlin und der Staatsoper in Wien. (vgl. Klee 2009, 453f.)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 65

[...] – Aber auch die Gastspiele damals, große Eindrücke! Ich bin ja noch mit Kammersänger Christ, Rudolf Christ, und mit dem Texaner William Blankenship auf der Bühne gestanden, mit dem greisen Helge Rosvaenge und dem großen Anton Dermota, sie alle haben in Klagenfurt als Gast den Tamino gesungen, der fast siebzigjährige Rosvaenge hat als Gast den Tamino gegeben, und Anton Dermota hat als Gast den Tamino gesungen, jener Dermota, der neun Jahre zuvor in Wien den Wiedereröffnungsflorestan im Wiedereröffnungsfidelio in der wiederaufgebauten und wiedereröffneten Staatsoper so hinreißend gestaltet hatte, daß selbst der Musikkorrespondent der Londoner „Times“, der gefürchtete Reger, ihm Lob hatte zollen müssen [...]


Zitiervorschlag:
Helge Rosvaenge. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.393, 2019-02.