»der Tamino schließlich ist ein junger Schwede gewesen«

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Kommentar

Das Programmheft der Zauberflöte -Inszenierung am Klagenfurter Stadttheater der Spielzeit (1964): /65v erzeichnet vier Besetzungen für die Partie des Tamino: Sowohl Anton Dermota (s. Eintrag ›Anton Dermota‹), der die Premiere sang, als auch William Blankenship (s. Eintrag ›William Blankenship‹) sind mit dem Kürzel „a.G.“ versehen („als Gast“), Hermann Rungewird genannt, der „junge Schwede“ ist Curt Malm. Malm (* 1935) begann, nachdem er in Schweden 1957 einen Gesangswettbewerb gewonnen hatte, inWieneine Gesangsausbildung. 1989–2003 unterrichtete er „Musikdramatische Darstellung“ an der Wiener Musikuniversität. (vgl. Hasitschka 2003, 215)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 65

[...] Veit an der Glan gegeben, der aus Rumänien engagierte Erste Priester ist inzwischen allererster Sängeragent der Wiener Oper, der Tamino schließlich ist ein junger Schwede gewesen und nach Beendigung der Aufführungen aus meinem Blickfeld verschwunden; die beiden Geharnischten – der welcher wandert diese Straße voll Beschwerden, Sie kennen diesen rätselhaften fugierten Choral, nein? – die beiden Geharnischten jedenfalls, aus Serbien der eine, aus Bayern der andere, sind am Klagenfurter Stadttheater geblieben und keine fünfzehn Jahre später verstorben, auch der böhmische Monostatos, auf der Bühne mein Mohrensklaven-Vorgesetzter, ist in Klagenfurt geblieben und gestorben, nur ich, so scherze ich manchmal, bin weder in Klagenfurt geblieben und abgetreten, noch habe ich es anderswo zu etwas gebracht – die Verschwörung, Sie wissen ja [...]


Zitiervorschlag:
„der Tamino schließlich ist ein junger Schwede gewesen“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.381, 2019-02.