»Zauberflötenzeit«

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Kommentar

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 63

[...] meinen Angaben und Vorschreibungen zuwiderhandelnde Inszenierung das Theater wieder zusammengefügt, das Theatralische statt zerstört gerettet worden – ich sage Ihnen: Die reine Bosheit, die pure Blödheit! Statt daß eine Vernichtung aufgeführt worden wäre, haben diese Kellertheaterschlächter die Aufführung vernichtet, eine Festwochenaufführung, stellen Sie sich vor! Aber diesmal – wie hat man früher gesagt? Aus Fehlern lernen! –, diesmal werde ich schlauer sein, diesmal schreibe ich kein Leerstück, keinen Exzeß, sondern ein Sprechstück mit Musik, das Stadttheater heißen wird, Stadttheater, ein Sprechstück mit Musik, gut, nicht? Denn Sie müssen wissen: Obwohl ich seit Jahrzehnten das Theater meide, komme ich ja eigentlich vom Theater her, ich bin ja am Klagenfurter Stadttheater unter der Intendanz von Otto Hans Böhm Komparse gewesen, meine Klagenfurter Stadttheater-Erfahrungen reichen fürs Leben! Seit der Spielzeit 1964/65, seit meiner Othello und Zauberflötenzeit, meinen Rosenkavalierund Freischützerfahrungen habe ich mich von jedem Theater, von jedem Sprechstück vor allem, ferngehalten [...]


Zitiervorschlag:
„Zauberflötenzeit“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.351, 2019-02.