»zum Fortschritt, zum Licht«

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Kommentar

Möglicherweise bezieht sich Kofler damit auf den Titel einer Rede von Chinas Vizeaußenminister und UNO-Delegationsleiter Ch’iao Kuan-hua auf der Plenartagung der 26. UNO-Vollversammlung im November 1971: „Die Welt wird unbedingt zum Fortschritt, zum Licht vordrängen und keinesfalls zur Reaktion, zur Finsternis“ (Kuan-hua 1972). Kofler bezog zu dieser Zeit die Peking Rundschau, das offizielle deutschsprachige Organ der Kommunistischen Partei Chinas - die im Nachlass befindlichen Ausgaben beinhalten die Rede nicht (125/S17).

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 12

[...] Obwohl er von meinem Zustand weiß, oder gerade deshalb, zerrt er, bleibe ich stehen, mit unnachgiebigem Ruck am Seil und schleift mich weiter, in die schlagartig hereinbrechende Dunkelheit hinein, oder wird es nur finster um mich? Weiter jetzt, weiter, zum Fortschritt, zum Licht, höre ich den Bergführer wie aus großer Entfernung rufen; lacht er, singt er gar? Ein leuchtender Punkt erscheint in der Ferne, die Prager Hütte, fährt es mir durch den Kopf, die Rettung!, da verlischt das Licht, und zur Finsternis bricht die Stille herein [...]


Zitiervorschlag:
„zum Fortschritt, zum Licht“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.29, 2019-02.