Wilfrid Schulz

TEI version< zurück

Kommentar

Wilfrid Schulz (?–1992), Hamburger „Unterweltskönig“, Besitzer diverser Etablissements im Rotlichtmilieu St. Paulis, wurde in den 70er Jahren dort „der Pate“ genannt, weil man ihm Kontakte bis in die höchsten Mafiakreise nachsagte. 1982 wurde im Zuge einer polizeilichen Großaktion gegen organisierte Kriminalität gegen ihn ermittelt. Man konnte ihm allerdings nur kleinere Delikte wie Steuerhinterziehung, Anstiftung zur Falschaussage und Förderung der Prostitution nachweisen. (vgl. Zand-Vakili 2006)Kofler dürfte durch Lektüre des Nachrichtenmagazins Der Spiegel , das in den 1980er Jahren über Schulz berichtete, auf ihn gestoßen sein.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 48

[...] Wer denn ich? Ich, Jolyon Brettingham Smith? Ist nicht ein Ich so gut wie das andere? Ich, Chinesen-Fritz, oder ich, Mister Joe? Ich, Wilfrid Schulz und Renate (nicht meine Renate, eine andere, von der ein anderer sagt: meine Renate, die Wilfrid-Schulz-Renate, Farewell, Mister Joe, Dein Freund Wilfrid Schulz und Renate, diese Renate) [...]


Zitiervorschlag:
Wilfrid Schulz. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.275, 2019-02.