Windisch-Matrei

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Kommentar

„Windisch“: historische, auch pejorative gebrauchte Bezeichnung für die slowenische Sprache (in Österreich); hier als Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Nordtiroler Matrei am Brenner verwendet. 1922 beschloss der Gemeinderat die Umbenennung in„Matrei in Osttirol“.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 11

[...] Also hören Sie zu, verehrter Bergfreund, vernehmen Sie das Urteil: Ich bin Florian Köll, der Mann, der aus einem Nest namens Windisch-Matrei die Europagemeinde Matrei gemacht hat, ein Europabürgermeister! Und was ich Ihnen erzählt habe von der kleinen Landwirtschaft, vom Tod meines Vaters – erstunken und erlogen! Die Felswände werfen das Lachen des Bergführers zurück [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 297

[...] Germanisch, verstehen Sie, damals noch germanisch, nicht keltisch, kein Naturprinzip damals, sondern Führerprinzip, keine Gedächtniskultur, sondern Runenschrift, Julfeierund Thingstättenkultur, keine Glockenbecherleute, sondern Kradmelder und Gauturnwarte, auch in Wolfsberg, auch in Windisch-Bleiberg, Windisch-Matrei, Nothung Nothung, damals germanisch, heute wieder keltisch, heute illyrisch, damals nordisch, auch im Süden, im sommerlich heißen Wolfsberg [...]


Zitiervorschlag:
Windisch-Matrei. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.21, 2019-02.