»mein Name ist Schmidt, ich komme wegen der Miete«

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Kommentar

Die für die Krimiserie Tatort verantwortliche Redaktion im Österreichischen Rundfunk startete zu Beginn der 1980er Jahre den Versuch, österreichische Schriftsteller an der Konzeption und Drehbuchgestaltung von Tatort-Folgen zu beteiligen. Umgesetzt wurden schließlich nur Drehbücher von Ernst Hinterberger und Alfred Paul Schmidt. Ernst Petz, dem zuständigen Redakteur, gelang es nicht, Werner Kofler zu einer Beteiligung zu überreden. (Petz 2015) Das Ansinnen des ORF floss aber in ein Hörspiel Koflers ein: Treatment oder (Wie) ein Tatort entsteht. Mein Name ist Schmidt. Ich komme wegen der Miete. Ein Hörspiel 1985. (11/W29) Das Hörspiel wurde nicht produziert. Der Name Schmidt könnte auch auf Koflersdamaligen Lektor im Rowohlt-Verlag, Delf Schmidt, verweisen.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 30

[...] beiterklasse ist die Arbeiterklasse und ich bin ich, Jolyon Brettingham Smith, Smith, ja, wie Schmidt, mein Name ist Schmidt, ich komme wegen der Miete, dieser Schmidt, Sie werden noch von mir hören [...]

Am Schreibtisch, S. 79

[...] Auf das vereinbarte Kennwort hin, Herr es will Abend werden, Herr es will –? Ah, was schreibe ich, mein Name ist Schmidt, ich komme wegen der Miete, lautet das Kennwort [...]

Am Schreibtisch, S. 131

[...] Wie habe ich mich eigentlich vorgestellt, Kadritzke oder Kurnitzky oder gar Schmidt, mein Name ist Schmidt, ich komme wegen der Miete, so –? Haha, das ist gut, Kadritzke, Kurnitzky, Schmidt, und Sie haben mir auch noch geglaubt, ich muß mich loben, ich bin sehr zufrieden mit mir [...]


Zitiervorschlag:
„mein Name ist Schmidt, ich komme wegen der Miete“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.143, 2019-02.