»Kunstmaler Klimt«

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Kommentar

Anspielung auf Gustav Klimt (1862–1918), österreichischer Maler, einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils, der Regisseur Gustav Ucicky war sein Sohn.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 15

[...] ich nicht, habe ich dem Fremden versichert, und auch nicht den Vater jenes Herrn, einen Kunstmaler Klimt [...]

Hotel Mordschein, S. 236

[...] Festzuhalten, daß ein Hof abbrennt (und wäre es unter ungeklärten Umständen), daß ein Advokat verelendet und zum lästigen Narren wird, ein Nationalsozialist im Krieg sein Leben läßt, daß Briefmarken getauscht, Zimmer bestellt werden, daß auf einem Gruppenbild auf einer Pensionsterrasse der Kunstmaler Klimt zu erkennen ist, ist das bereits Literatur? Einstigen Sommerfrischen, einer Zeit vor der allgemeinen Automobilmachung nachzutrauern, Literatur? Und wenn aber, was bringt sie zustande, die subversive Romantik? Ach, wenn er sich zumindest bewaffnete, der Dichter, und gezielt um sich schösse, wieviele wüßte ich zu nennen, denen zunächst, als Warnschuß, ins Bein geschossen gehörte! Wenn er bei Passau die Grenze überquerte in nordwestlicher Richtung, wieviel und wieviele gäbe es dort zu erledigen! Und dann, nach mancherlei Zwischenaufenthalten weiter, nach Brüssel zum Beispiel, in Brüssel gäbe es auf Jahre hinaus zu tun [...]


Zitiervorschlag:
„Kunstmaler Klimt“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.911, 2019-02.