»K+M+B 1964, Kaspar Melchior Balthasar 64«

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Kommentar

Diese Abkürzung verweist auf den mitteleuropäischen katholischen Brauch, bei dem die „Sternsinger“ rund um den Dreikönigstag auf die Türbalken mit geweihter Kreide den Segen „C+M+B“ mit jeweiliger Jahreszahl schreiben. Die Abkürzung bedeutet „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“), volkstümlich wird sie oft als die Initialen der Heiligen Drei Könige gedeutet (wofür die inmanchen Regionen übliche Schreibweise „K+M+B“ spricht).

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 235

[...] Im Innern des Dickichts, des teilweise früheren Grundrissen folgenden Waldes, im Inneren der Grabkammer zwei stehengebliebene dicke Steinmauern einander gegenüber, gut erhaltene Fensterhöhlen, eine Halterung zum Ausrollen und Einziehen der Terrassenüberdachung noch sichtbar, die hintere Wand sogar bis in den ersten Stock stehen geblieben; Einblick in die Kellergewölbe, die einstige Terrasse von einer einmeterhohen, bis an die Reste der früheren Fenster des Speisesaales reichenden Humusschicht bedeckt, dunkle fette Erde, darunter noch Stufen der früheren, zur Terrasse führenden Freitreppe; ja, damals, Sommer – – Verlassen auch der Wallnig-Hof, verlassen seit langem das Egghäusel, zuwachsend, ohne abgebrannt zu sein, K+M+B 1964, Kaspar Melchior Balthasar 64 [...]


Zitiervorschlag:
„K+M+B 1964, Kaspar Melchior Balthasar 64“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.907, 2019-02.