»Manchmal, des Nachts, werden Häftlinge mit Hunden über die Lagergrenze gejagt, um dann hinterrücks auf der Flucht erschossen zu werden.«

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Kommentar

(1947): standen zwölf Aufseher der beiden Loiblpass-Lager vor einem britischen Militärgericht in Klagenfurt. „Die Anklage bezog sich auf Tötung von Häftlingen durch Erschießen, i.e. unter anderem absichtliches Hinausjagen über die Lagergrenze mit nachfolgender Erschießung durch Wachen […].“ (Walzl 1985, 51)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 137

[...] Manchmal, des Nachts, werden Häftlinge mit Hunden über die Lagergrenze gejagt, um dann hinterrücks auf der Flucht erschossen zu werden. * In Prag, in einer Inszenierung der Zauberflöte, sie mochte etwa fünfzig Jahre zurückliegen, verschwand, nach ihrem auf der Bühne erfolglosen Versuch, in das Sonnenheiligtum einzudringen, und, laut Opernführer, von Donner und Blitz in ewige Finsternis geschleudert, die Königin der Nacht mitsamt den Ihren in der Versenkung [...]

Hotel Mordschein, S. 145

[...] Manchmal, des Nachts, werden Häftlinge mit Hunden über die Lagergrenze gejagt, um dann hinterrücks auf der Flucht erschossen zu werden. [...]


Zitiervorschlag:
„Manchmal, des Nachts, werden Häftlinge mit Hunden über die Lagergrenze gejagt, um dann hinterrücks auf der Flucht erschossen zu werden.“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.9, 2019-02.