»österreichischen Legion«

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Kommentar

Ab Sommer 1933 flohen viele österreichische Nationalsozialisten ins benachbarte Bayern, wo sie zuerst im Lager Lechfeld südlich von Augsburg zu eigenen SA- und SS-Einheiten zusammengefasst wurden. Nach dem gescheiterten Juli-Putsch 1934 in Wien wurden die Angehörigen der „Legion“ nach Norddeutschland verlegt und dienten im neugegründeten „Hilfswerk Nordwest“. Beim „Anschluss“ spielte die „Legion“ nicht die erhoffte Rolle als „Befreier“ der Heimat, sie wurde aufgelöst (vgl. Schafranek 2011).

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 231

[...] das Tennengebirge überquert und sich in die Steiermark durchgeschlagen haben wird, oder nein, er wird die Salzach durchschwommen haben und sich in Bayern der österreichischen Legion andienen, und 1938 zurückkehren, um – einem Nazi ist alles zuzutrauen – den Plattnerhof ein zweites Mal anzustecken, der allerdings wird nicht wieder aufgebaut worden sein – dumm wäre ich gewesen, zehntausend verloren, aber fünfzigtausend gewonnen! Es war Oktober, und das Freudenfeuer schwelte [...]


Zitiervorschlag:
„österreichischen Legion“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.849, 2019-02.