»Gevatter Dirlewanger«

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Kommentar

Oskar Paul Dirlewanger (1895–1945), deutscher SS-Offizier, ab 1940 Kommandeur einer nach ihm benannten SS-Sondereinheit, die auf der Idee Himmlers beruhte, „anständigen“ Wilderern Frontbewährung und Straferlass zu gewähren; die wegen zahlreicher Verbrechen berüchtigte „Sturmbrigade Dirlewanger“ wurde in Osteuropa eingesetzt. (vgl. Weiß 2002, 92 ff.)


Oskar Paul Dirlewanger in der Uniform eines SS-Oberführers, 1944
Foto: Anton Ahrens, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-S73495,_Oskar_Dirlewanger.jpg, CC-BY-SA 3.0

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 223

[...] Verzweifelt probierte er allerlei Antworten, keine wollte den Fremden zufriedenstellen, weder Ich bin es, Vetter Bormann noch Ich bin es, Meister Todt, Ich bin es, den sie den Polen nennen oder Ich bin es, der Schmelzkäse, nicht Ich, Gevatter Dirlewanger, nicht Ich, der liebe Wolf, nicht Löhr, Marcinkus, Waldmeister, nicht Mengele oder Waclawik, kein Name, kein Ich – ob Pater Bodo, Frater Kaser, ob Judenburger, Judenbucher – konnte dem Bedauernswerten helfen [...]


Zitiervorschlag:
„Gevatter Dirlewanger“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.793, 2019-02.