»Bei einem Hausball [...] habe der Bub [...] sie tanzend in den Armen eines wohl eingeladenen, nichtsdestoweniger fremden Kavaliers betroffen; da habe er aufgeschrien: Mutter, nicht! Er soll dich nicht anfassen, deine Haut ist heilig, sie gehört mir und der Sonne!«

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Kommentar

Paraphrase einer Passage inHellers Schattentaucher , in der der Protagonist schildert, wie unangenehm es ihm gewesen sei, die Mutter mit fremden Verehrern beim Tanz zu sehen.„Einmal habe ich geschrien ,Dreckstück du!‘ und ,Mutter, hör auf! Laß dich nicht anfassen, deine Haut ist heilig, der Sonne gehört sie und Papa und mir!‘“ (Heller 2003, 202)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 219

[...] Noch eine köstliche Begebenheit wisse sie zu berichten: Bei einem Hausball, eine Damenkapelle habe gespielt, habe der Bub, plötzlich aufgetaucht auf der Terrasse, sie tanzend in den Armen eines wohl eingeladenen, nichtsdestoweniger fremden Kavaliers betroffen; da habe er aufgeschrien: Mutter, nicht! Er soll dich nicht anfassen, deine Haut ist heilig, sie gehört mir und der Sonne! Rührend sei dieser Zwischenfall gewesen, alle hätten geschmunzelt, sie jedoch habe fortan den Gesellschaftstanz nur noch heimlich gepflogen [...]


Zitiervorschlag:
„Bei einem Hausball [...] habe der Bub [...] sie tanzend in den Armen eines wohl eingeladenen, nichtsdestoweniger fremden Kavaliers betroffen; da habe er aufgeschrien: Mutter, nicht! Er soll dich nicht anfassen, deine Haut ist heilig, sie gehört mir und der Sonne!“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.753, 2019-02.