»Himmelszeichen setzen und Himmelskörper entwerfen«

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Kommentar

1983 realisierte Heller (s. Eintrag ›André Heller‹) in Lissabon als Abschluss seiner so genannten „Trilogie der Wunder“ nach dem Vorbild barocker Licht- und Farbspiele ein Groß-Feuerwerk. Zwischen 1986 und 1990 ließ er Heißluftballon-Skulpturen, die er „Himmelszeichen“ nannte, über Städten schweben.

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 216

[...] Die Kränkung, daß ein Naturereignis sich gerade ihm verweigern, und sein Vater außerstande sein sollte, es herbeizuwünschen, habe den Buben auf ein wochenlanges fiebriges Krankenlager geworfen, schreckliche Nächte seien es gewesen, in denen sie, die Mutter, am Krankenbett gewacht habe; in hellen Augenblicken habe der Kleine vorausgesagt, daß er, groß geworden, Himmelszeichen setzen und Himmelskörper entwerfen würde, tausendmal schöner und größer als ein lächerlicher Salzkammergutkomet [...]


Zitiervorschlag:
„Himmelszeichen setzen und Himmelskörper entwerfen“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.735, 2019-02.