Wandererphantasie

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Kommentar

Populärer Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur (1822) von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert seinem Lied Der Wanderer (1816) entnahm.

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 208

[...] – Kein Zahnarzt ist so gut wie der andere, sah ich mich – Moment, was schreibe ich, so einwandfrei waren die Sichtverhältnisse doch noch nicht, Restbewölkung, ein einzelner Nebelfetzen, ich nahm mein Fernrohr zu Hilfe, und im Nachtglas erkannte ich meinen Irrtum: Es war gar nicht Vormittag, es war tiefe Nacht! Im Rund des Fernglases sah ich mich im Schein der Lampe meine Skizze zur Hand nehmen, genauer die ersten, düsteren Andeutungen dieser Skizze, meiner Wandererphantasie, eines Versuchs, die Klavierphantasie Der Wanderer am Schreibtisch einzuholen [...]


Zitiervorschlag:
Wandererphantasie. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.663, 2019-02.