»Und weil der Sudet ein Sudet ist«

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Kommentar

Variation des Einheitsfrontlieds von Bertolt Brecht, einem der bekanntesten Lieder der deutschen Arbeiterbewegung (Musik: Hanns Eisler), entstanden 1934. Die ersten beiden Strophen beginnen jeweils mit „Und weil der Mensch ein Mensch ist“; Brecht variiert den Vers in der dritten Strophe: „Und weil der Prolet ein Prolet ist [/] Drum wird ihn kein andrer befrein.“ (Brecht 1988b, 26)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 206

[...] ) Was war jetzt? Jetzt sah ich mich gar die Wände hochgehen in meinem Zimmer, denn ich schien nicht in der Lage zu sein, eine Todesanzeige zu entwerfen, eine sogenannte Parte, einen Paterzettel zu schreiben; die Schrambacherund Diamantidi-Konkurse waren mir geglückt, die Gautheater-, Saarpfalzund Breslauer-Turnfest-Marken hatte ich entworfen und die neuerschienenen Sudetengau-Marken auf den Markt gebracht – glänzende Erfindungen! –, selbst das Lied zur Trommel: Und weil der Sudet ein Sudet ist, war es nicht aus meiner Feder?, und jetzt scheiterte ich am Wortlaut einer Todesnachricht [...]


Zitiervorschlag:
„Und weil der Sudet ein Sudet ist“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.657, 2019-02.