Rassenschande

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Kommentar

Verstoß gegen das „Blutschutzgesetz“ vom 15. 9. 1935: „ außerehelicher Geschlechtsverkehr mit Artfremden und Farbigen“ (Schmitz-Berning 2000, 520)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 142

[...] Als die beiden eines Abends, wie geblendet, Sieg des Geistig-Männlichen über das Chtonisch-Weibliche, in den Bühnenhintergrund torkelten, taumelten sie, zur Überraschung der Frau, zum Entsetzen des Mannes, geradewegs in die Hände steirischer Staatsund Sittenpolizisten von gewaltigen körperlichen Ausmaßen, die jene für verhaftet erklärten, den Monostatos wegen Rassenschande, die Königin der Nacht wegen möglicher Mitwisserschaft [...]

Hotel Mordschein, S. 145

[...] noch als Mohr geschminkt, was zu zusätzlicher böswilliger Belustigung Anlaß gab, im Theaterkeller, unter schwersten Mißhandlungen, von den Beamten Müller und Aurich zur Anschuldigung der sogenannten Rassenschande mit einer Zigeunerin, Lager Lackenbach, Unfruchtbarmachung, Schweigrohr, einvernommen wurde, unter Bewachung ihre Garderobe aufsuchen, um sich umzuziehen [...]


Zitiervorschlag:
Rassenschande. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.65, 2019-02.