»(Das Hotel Emma, das mir Ihr Bruder Fritz einmal empfohlen hatte, überstieg freilich meine Möglichkeiten als Anstaltssecretär.)«

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Kommentar

Während seiner Kur in Meran hatte sich Kafka zunächst im „Gasthof Frau Emma“ am Schillerplatz einquartiert, ein Haus „ersten Ranges“. In einem Brief an Ottla Kafka am 5. April, dem dritten Tag seines Aufenthaltes, kündigte Kafka an, in die preisgünstigere Pension Ottoburg umzuziehen. (Kafka 2013, 114f.) Vgl. seinen Brief an Max Brod und Felix Weltsch [Meran, 6., 7., 8. April 1920, Kafka 2013, 116ff.)] Zu jener Zeit war Kafka Beamter der Arbeiter-Unfalls-Versicherungs-Anstalt in Prag.

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 194

[...] (Das Hotel Emma, das mir Ihr Bruder Fritz einmal empfohlen hatte, überstieg freilich meine Möglichkeiten als Anstaltssecretär.) Was nun meinen erwogenen Kuraufenthalt in Ihrer Pension anlangt: Mein Kopf hat, glaube ich, den Norden lieber, meine Lunge den Süden, und der Plattnerhof liegt wohl an der Grenze, böte also von beidem etwas, oder von beidem nichts [...]


Zitiervorschlag:
„(Das Hotel Emma, das mir Ihr Bruder Fritz einmal empfohlen hatte, überstieg freilich meine Möglichkeiten als Anstaltssecretär.)“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.575, 2019-02.