Reichsmusikkammer

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Kommentar

Die Reichsmusikkammer war Teil der Reichskulturkammer, die im Zuge der Gleichschaltung als Zwangsorganisation aller in kulturellen Bereichen Tätigen (1933): geschaffen wurde. Die Mitgliedschaft war Voraussetzung für die Berufsausübung. (vgl. Schmitz-Berning 2000, 540f.)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 70

[...] Reichsmusikkammerzauberflöte! An dieser Volkswohlfahrtund Gaupropagandazauberflöte werde ich das Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit abhandeln, am Beispiel der Zauberflöte im Kriegswinter 1942/43, an der Winterhilfswerkund Nazisuppenzauberflöte, an der Steinzeitzauberflöte! Die Anwesenheit des Gauleiters in einer Aufführung der Zauberflöte – unfaßbar, nicht? Und doch geschehen [...]

Hotel Mordschein, S. 141

[...] Nach den Schlußvorhängen, während der eiserne Vorhang langsam niederging, wurde die Sängerin unter der Beschuldigung, sich mit gefälschten Nachweisen die Zugehörigkeit zur Reichsmusikkammer und zur Deutschen Volksgemeinschaft erschlichen zu haben, verhaftet und fortgebracht [...]


Zitiervorschlag:
Reichsmusikkammer. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.57, 2019-02.