»hinaus aus dem Haus des Seins«

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Kommentar

„Die Sprache ist das Haus des Seins“, schreibt der deutsche Philosoph Martin Heidegger (s. Eintrag ›Martin Heidegger‹) in Über den Humanismus : „In ihrer Behausung wohnt der Mensch. Die Denkenden und Dichtenden sind die Wächter dieser Behausung.“ (Heidegger 1949, 5)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 192

[...] !) Würde es mir vergönnt sein, mich auf meinem Höhenflug zu begleiten, der mir jenen Logenplatz, wenngleich auf Widerruf, bescheren sollte? (Später sollte ich ja von meinem Logenplatz auf einen Parkettsitz verwiesen werden – ein Versehen des Platzanweisers? Oder sollte ein anderer mir jenen Platz erfolgreich streitig gemacht haben? –, um schließlich auf einen Stehplatz und am Ende überhaupt aus dem Haus gejagt zu werden, aus der Literatur, aus der Akademie für Sprache und Dichtung hinaus, hinaus aus dem Haus des Seins; frierend und lallend, in der Finsternis singend: Die Rache, die Rache gelingt! sollte ich mich nachher an die Vorbereitung jenes Feuerattentats machen, das – oh, fast hätte ich mich verraten [...]


Zitiervorschlag:
„hinaus aus dem Haus des Seins“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.547, 2019-02.