»Wo Kleist die Pistole aus dem Sekretär nahm«

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Kommentar

Kleist beging mit Henriette Vogel, die er erst kurz zuvor kennenlernte, am 21. November (1811): am Wannsee mit einer Pistole Selbstmord.

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 188

[...] Jetzt konnte ich den Kellner sogar hören, wie im Tonfilm: Sie können hier nicht herein, verlassen Sie augenblicklich das Lokal, Sie wissen sich nicht zu benehmen und nicht zu beherrschen! Was glauben Sie eigentlich, wo wir hier sind? – Wo Kleist die Pistole aus dem Sekretär nahm, wo Pfarrer Oberlin seinen Bericht abfaßte, hörte ich uns durcheinanderrufen, – im Lusthaus, im Lusthaus!, wo Göthens Frauen unser harren, des alten Trottels endlich ledig!, ja ich meinte sogar den Ausdruck Nazisuppenwirtschaft zu vernehmen [...]


Zitiervorschlag:
„Wo Kleist die Pistole aus dem Sekretär nahm“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.511, 2019-02.