Volksgemeinschaft

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Kommentar

Zentrales Schlagwort des Nationalsozialismus, meinte eine aus Blut-, Schicksals- und nationalsozialistischer Glaubensgemeinschaft hervorgegangene Lebensgemeinschaft, in der Klassen, Parteien, Standesgegensätze und individuelle Interessen zugunsten des gemeinsamen Nutzens aufgehoben sein sollen. (vgl. Schmitz-Berning 2000, 654f.)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 139

[...] Finke verballhornt und nur von Fidelio Schmutz-Finke gesprochen, sein Chorwerk O Herzland Böhmen, einen Hymnus auf Böhmens Befreiung, dadurch in den Schmutz gezogen, daß sie, in bösartiger kulturbolschewistischer Absicht, dem Titel O Herzland Böhmen den unsinnigen Zusatz: Land am Meer beigegeben habe; ferner habe sie sich durch die Äußerung, der Tag werde kommen, an dem die auf der Prager Burg gehißte Reichsfahne nur noch ein Fetzen im Sturm sein würde, vollends ihrer Rechte und der Zugehörigkeit zur Volksgemeinschaft begeben [...]

Hotel Mordschein, S. 141

[...] Nach den Schlußvorhängen, während der eiserne Vorhang langsam niederging, wurde die Sängerin unter der Beschuldigung, sich mit gefälschten Nachweisen die Zugehörigkeit zur Reichsmusikkammer und zur Deutschen Volksgemeinschaft erschlichen zu haben, verhaftet und fortgebracht [...]


Zitiervorschlag:
Volksgemeinschaft. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.43, 2019-02.