Kebse

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Kommentar

Kebse, Kebs, Kebsweib: veraltete Wörter für Konkubine (vgl. Grimm 1873, Sp. 373)

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 174

[...] – Einzelne Stimmen hätten sich erhoben und wollten Wahrnehmungen gemacht haben, der Delinquent wäre wochenlang mit irrem Blick durch die Stadt gestreunt auf der Suche nach etwas Mordbarem, nach Objekten zur Befriedigung seiner Mordlust, auf der Suche nach einer Nachtschwester beim Betreten des Elisabethspitals, nach einem Korporal beim Verlassen der Fliegerkaserne – fehlt noch jemand, ein Bischof beim Betreten des Altars, eine Sprechstundenhilfe beim Verlassen der Zahnarztpraxis? – Eine Dirne der niedersten Sorte, die sich dem Täter unter einer Eisenbahnbrücke angetragen habe, habe er zu einem Sportplatz mitgenommen, in ein offenstehendes Kassenhäuschen, um sich dort ihrer auf abscheulichste Weise zu – bedienen, nein zu entledigen muß es heißen, ich habe sie doch, Messer oder Schere, das weiß ich nicht mehr, sie doch –, und anschließend die Brüste –, nein, nein, keinesfalls, nicht ich, ein anderer, ich habe meine Kebse [...]


Zitiervorschlag:
Kebse. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.415, 2019-02.