»Unwissenheit schützt vor Strafe nicht«

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Kommentar

Paragraph 2 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches besagt: „Sobald ein Gesetz gehörig kund gemacht worden ist, kann sich niemand damit entschuldigen, daß ihm dasselbe nicht bekannt geworden sey [sic].“ Der Gesetzgeber setzt voraus, dass sich jeder über die Gesetzeslage kundig macht. Tatsächlich kennt das Strafgesetzbuch aber nur Vorsatz und fahrlässiges Verhalten als Voraussetzung für eine Straftat. Daher muss bei jedem Einzelfall geprüft werden, ob zumindest fahrlässiges Verhalten vorliegt.

Textausschnitte

Hotel Mordschein, S. 162

[...] Aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! (Nun, habe ich mich nicht fein überlistet?) Sie sind der Wegnahme fremder beweglicher Sachen, nein, des Diebstahls geistigen Eigentums, überführt, Herr! Schach! Penalty! Matchball! (Aussichtslose Lage [...]


Zitiervorschlag:
„Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.281, 2019-02.