»Choral«

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 65

[...] Veit an der Glan gegeben, der aus Rumänien engagierte Erste Priester ist inzwischen allererster Sängeragent der Wiener Oper, der Tamino schließlich ist ein junger Schwede gewesen und nach Beendigung der Aufführungen aus meinem Blickfeld verschwunden; die beiden Geharnischten – der welcher wandert diese Straße voll Beschwerden, Sie kennen diesen rätselhaften fugierten Choral, nein? – die beiden Geharnischten jedenfalls, aus Serbien der eine, aus Bayern der andere, sind am Klagenfurter Stadttheater geblieben und keine fünfzehn Jahre später verstorben, auch der böhmische Monostatos, auf der Bühne mein Mohrensklaven-Vorgesetzter, ist in Klagenfurt geblieben und gestorben, nur ich, so scherze ich manchmal, bin weder in Klagenfurt geblieben und abgetreten, noch habe ich es anderswo zu etwas gebracht – die Verschwörung, Sie wissen ja [...]

Am Schreibtisch, S. 101

[...] Schräg über mir, am Schreibtisch – Augenblick, Über mir, am Schreibtisch? Schmelzkäse, bitte kommen, Hermann Burger, aufgemerkt, hier böte sich wieder die Möglichkeit einer kritischen Anmerkung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, etwa: Also wo denn nun, – schräg über ihm oder am Schreibtisch? – schräg über mir also, am Schreibtisch, steht das Radio, ein Apparat der Firma Kapsch, Marke „Choral“ [...]

Hotel Mordschein, S. 149

[...] Was für ein Gerät das ist? Oh, ein hochfeines Spezialgerät, mehr sage ich nicht, ein Zimmermann „Choral“ [...]


Zitiervorschlag:
„Choral“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.mordschein.133, 2019-02.