»einem mächtigen Erzgang folgen, der nach Stunde drei streiche«

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Kommentar

Stunde: „einer der 24 Theile, in welche der Kreis des Grubenkompasses getheilt ist“ (Veith 1871 , 480); streichen: „die Richtung der Längsausdehnung einer Lagerstätte in einer horizontalen Durchschnittslinie […] gegen die Mittagslinie des Beobachtungsortes“. (Veith 1871, 475) Kofler entnahm dieses Vokabular wohl Wießners Geschichte des Kärntner Bergbaues , wo u.a. von Erzgängen zu lesen ist, die „regelmäßig nach Stunde 3“ streichen. (Wießner 1950, 26)

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 353

[...] Händen durch die Luft, wie wenn sie einen Weg beschreiben wollten, jetzt scheint Ihre Frau sich nach der Stelle, nach der Kultstätte zu erkundigen, aha, hier, sie erhält die etwas rätselhafte Auskunft, sie möge, immer auf das Gestein achtend, einem mächtigen Erzgang folgen, der nach Stunde drei streiche, aber von vielen Querklüften, die nach Stunde elf strichen, unterbrochen werde; an diesen sogenannten Neunern, die nur taubes Gestein enthielten, dürfe sie sich nicht kehren [...]


Zitiervorschlag:
„einem mächtigen Erzgang folgen, der nach Stunde drei streiche“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.867, 2019-02.