»Heidnischen Kirche«

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 257

[...] In einer anderen Version haben Sie – ich habe Ihren Namen schon wieder vergessen, wie? Ja, mag sein, ich bin oft zerstreut, so schrecklich zerstreut, der Schnee, wissen Sie, der Schnee im Kopf, der Schnee von gestern –, in einer anderen Version also haben Sie geschildert, es sei möglicherweise gar kein Witz gewesen, der Ihren Begleiter in den Abgrund habe stürzen lassen, sondern eine Irritation, hervorgerufen durch eine Sinnestäuschung: Sie haben angegeben, daß der Dozent, nach dem Ausstieg aus dem sogenannten Kamin und dem Queren jenes kleinen Plateaus, der sogenannten Heidnischen Kirche [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 312

[...] Ich sehe uns noch gehen, ich sehe ihn vor mir gehen, auf dem Detmolder Grat sehe ich uns gehen auf eine Schlüsselstelle zu, unterwegs wohin, warten Sie, unterwegs zu einer Stelle, zur – Entrischen Kirche, zur Heidnischen Kirche, wie sie auch genannt wird [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 344

[...] Was sagen Sie, Ihre Frau ist verschwunden, auf der gemeinsamen Suche nach einer Kultstätte, nach der Heidnischen Kirche? Wie verschwunden, durchgegangen mit einem Kerl, so? Nein, einfach verschwunden? Aber aber, Herr Doktor, wie kann denn die eigene Frau verschwinden? Wie, Sie haben sie in den Abgrund gestoßen, ah, Sie haben sie NICHT in den Abgrund gestoßen, so, Sie müssen deutlicher sprechen; aber sie hat alles so dargestellt, sie hat so getan, wie wenn Sie sie in den Abgrund gestoßen hätten, Sie sind ihr in die Falle gegangen, ich verstehe [...]


Zitiervorschlag:
„Heidnischen Kirche“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.603, 2019-02.