»beim Salzamt beschweren«

TEI version< zurück

Kommentar

Salzämter überwachten in Österreich den Salzhandel, im 19. Jahrhundert wurden sie aufgelöst. Heute steht dieser Spruch für die Sinnlosigkeit eines Begehrens – wie die Eingabe bei einem nicht vorhandenen Amt.

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 308

[...] Ja, der Ton, die Umgangsformen sind in den letzten Jahren etwas akademischer geworden, früher hätte der Referee gesagt, einer könne sich beim Salzamt beschweren, und von den Rängen wäre Fut-Karli gerufen worden, aber – Himmel, was ist passiert? Der Schiedsrichter ist umgefallen, zu Boden gegangen, plötzlich, getroffen von – Augenblick – von einem Wasserkübel, ist das die Möglichkeit, der Klagenfurter Vereinsarzt hat von der Betreuerbank aus einen halbvollen Wasserkübel nach dem Reverend geworfen, nach dem Referee, ich weiß schon, ja, das ist Eishockey, Öl ins Feuer gießen, nein, Wasser aufs Eis schütten, das ist Eishockey, falsch, das hat mit Eishockey nichts mehr zu tun, so muß es heißen, und hier, wie er sich aufführt, sich hineinsteigert, widerlich!, der Vereinsarzt der Athletiker, ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt übrigens [...]


Zitiervorschlag:
„beim Salzamt beschweren“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.577, 2019-02.