Wilson

TEI version< zurück

Kommentar

Rick Wilson (1962–2016), US-amerikanischer Eishockeyspieler, kam auf 235 Einsätze in der NHL, spielte zwei Saisonen in Villach (1988/89, 1990/91), wo er einer der Publikumslieblinge war. Er brachte es bei seinen 89 Spielen in Österreich auf 118 Punkte.

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 301

[...] Die Villacher gegen die Athletiker aus Klagenfurt, Wilson und Strong gegen Sulzer und Schrott, das wird ein Spiel [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 305

[...] Schriebe ich meine Autobiographie, diese Episode, dieses Kunststück würde gewiß Erwähnung finden, aber es ist ja keiner interessiert, der Deutsche Taschenbuchverlag: Nichts, Rowohlts Rotations Romane: Auch nichts, und der Droschl-Verlag, der Droschl-Verlag, der – Was ist jetzt? Nicht möglich, er hat ihn niedergeschlagen, der Klagenfurter, der weinrote Athletiker den Blauweißen, wer ist es, Walker, nein, Wilson [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 306

[...] Das ist nicht möglich! Wilson liegt ja immer noch auf dem Eis, er hat das Gesicht abgewandt, er krümmt sich vor – wovor, wird sich zeigen, ein Klagenfurter hat sich zu ihm hinabgebeugt und spricht zu ihm, er scheint sehr besorgt zu sein um Wilson, der es auf etliche Berufungen ins College-Team des Internationalen Dialektinstituts gebracht hat, ob er helfen könne, scheint er zu sagen, während der Kanadier, hier, sehen Sie nur, sich den Bauch hält vor – vor was, muß offengelassen werden, es wird sich herausstellen; daß er sich schäme für die Unsportlichkeit seines Kameraden, wie wird das wiedergutzumachen sein, scheint er zu sagen, sagt er aber nicht!, der Unsympathische, hier, die Aufnahme beweist es, die Wiederholung, der Unsympathische sagt etwas ganz anderes, er flüstert nämlich dem Sympathischen ins Ohr: Was heißt Fut auf Kisuaheli? Haben Sie gehört, er versucht ein Revanchefoul, der Drecksklagenfurter, er beugt sich über den Blauweißen und flötet: Internationales Dialektinstitut – bitte warten [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 309

[...] Eine sehr körperbetonte Attacke, zu umständlich allerdings; aber achten Sie auf die Verteidigung des Kanadiers, Walker, nein, Wilson ist es – wie freundlich er grinst! –, hier, er antwortet: Richtig, Salon Ulla, vergangene Woche, die Wiederholung zeigt es deutlich, er tut, wie wenn er die Anspielung nicht verstünde, und gibt freundlich Auskunft [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 310

[...] Und jetzt, ansatzlos, der plötzliche Konterangriff Wilsons, nein, Wilson ist es, die Frage in die Gegenrichtung, der rauhe Wind weht jetzt von West nach Ost: Für wieviel verkaufst du eigentlich deinen Arsch, du Prolet? Haben Sie gehört? Er scheut den Kalauer nicht, eine klassische Satzfigur aus dem nordamerikanischen Berufsspiel, für wieviel verkaufst du deinen Arsch, du Prolet, und schon ist der Satz gewonnen, schon hat sich der eine auf den anderen gestürzt und schlägt auf ihn ein, haben Sie gesehen? Aber was ist nun schon wieder, das Spiel ist unterbrochen, es ist immer dasselbe, immer an dieser Stelle wird das Spiel unterbrochen, ärgerlich ist das, ich habe meine Zeit auch nicht gestohlen, meine Zeit ist knapp bemessen, ich muß mich schließlich um die Neuaufnahmen, die Neueinlieferungen kümmern, die mit dem Postenkommandanten eingetroffen sind [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 321

[...] Und immer gut gespielt, stets ausgezeichnete Besprechungen! Ich zitiere: Aus dem erstklassigen Ensemble ragten noch hervor: Strong, Wilson [...]


Zitiervorschlag:
Wilson. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.519, 2019-02.