»Ich höre kommen den schweren Mond, [...] am Stein des Gedenkens«

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Kommentar

Erste Strophe des Lavant-Gedichts Ich höre kommen den schweren Mond aus der Sammlung Spindel im Mond (Lavant 2014, 376)

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 300

[...] Unheimlich, nicht? Nein, schweigen Sie, hören Sie weiter zu! Es kommt noch besser: Ich höre kommen den schweren Mond, wie gefällt Ihnen dieser Anfang, Ingeborg, ich höre kommen den schweren Mond, ich höre gehen den leichten Schlaf, Ingeborg, was sagen Sie jetzt, ich höre kommen den schweren Mond, ich höre gehen den leichten Schlaf, mein Gedächtnis schleift alle Messer, Ingeborg, hören Sie, Messer, Gedächtnis, es ist Ihnen doch nicht zuviel, Ingeborg, es ist nur ein Gedicht, nur dessen Anfang, ich höre kommen den schweren Mond, ich höre gehen den leichten Schlaf, mein Gedächtnis schleift alle Messer am Stein des Gedenkens [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 348

[...] Ich höre kommen den schweren Mond, ich höre gehen den leichten Schlaf, wie sie spielt, Ihre Frau, mit den Verszeilen und dem Entsetzen der falschen Freundin, hinreißend, ich höre kommen den schweren Mond, ich höre gehen den leichten Schlaf, mein Gedächtnis schleift alle Messer am Stein des Gedenkens [...]


Zitiervorschlag:
„Ich höre kommen den schweren Mond, [...] am Stein des Gedenkens“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.509, 2019-02.