Preitenegg

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Kommentar

Gemeinde im oberen Lavanttal in der Nähe der Pack. Kofler bezieht sich hier auf Teuffenbachs Bericht, sie habe in der Korrespondenz mit Christine Lavant den Dorfnamen Ettendorf für freundliche Umstände, Preitenegg für feindliche verwendet. Diese Privatnomenklatur („Geheimsprache“) habe sich auf einen guten und einen schlechten Dienstplatz einer Verwandten Lavants bezogen. (Teuffenbach 1989, 129)

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 295

[...] Was jetzt? – Sie müssen wissen, Christine, ich darf Sie doch Christine nennen, Sie müssen wissen, wir waren Zeit unseres Lebens auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden, Christine und ich, Christine und Ingeborg, höre ich die neben mir, die neben mir geht, plötzlich, eine unangenehme Person, – verbunden auf eine Weise, die störende Dritte stets ausschloß; selbst eine Geheimsprache hatten wir entwickelt, wir sagten: Ettendorf, wenn es uns gutging, und: Preitenegg, wenn es uns schlechtging, oder: Eitweg, wenn wir, in der Einschätzung unseres Zustandes oder unserer Umgebung unsicher, zögerten; trat ein Feind auf, raunten wir Preitenegg, kam ein Freund auf uns zu: Ettendorf, und waren jemandes Absichten noch nicht durchschaubar, verständigten wir uns: Eitweg [...]


Zitiervorschlag:
Preitenegg. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.395, 2019-02.