»auf den Spuren des Wachtelkönigs«

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Kommentar

Der Wachtelkönig gehört, zoologisch gesehen, zur Ordnung der Kranichvögel und ist nicht mit den Wachteln (Ordnung: Hühnervögel) verwandt. Da er etwas größer ist als die Wachtel, bezeichnete man ihn als König der Wachteln. Kofler bezieht sich wahrscheinlich auf das Gedicht Dir untertänig durchs Mondgehör von Christine Lavant, 1962 in einer Literaturzeitschrift erschienen. Die zweite Strophe lautet: „Du, wenn die dritte Saatfolge keimt [/] und das Enkelglied nachwächst im Hungerhalm, [/] bei Sonnenaufgang erwartet dich dann [/] der Wachtelkönig und ruft und verruft [/] jeden Tritt deiner herrischen Hufe [/] und verquert dir die Lichter“ (Lavant 2014, 603).

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 109

[...] Pflanzen und Tiere entdecken, das ist es, auf den Spuren des Wachtelkönigs, das ja; das Leben der Murmeltiere studieren, beobachten, wie sie ihr Heu für den Winterschlaf trocknen und wenden vor den Eingängen in die unterirdischen Bauten, das schon [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 294

[...] Ich muß jetzt weiter, weiter, du weißt, auf der Suche nach Spuren, durch die Hochebene der Sprache, auf den Spuren des Wachtelkönigs, auf der Suche nach dem Wachtelschlagen im Kornfeld [...]


Zitiervorschlag:
„auf den Spuren des Wachtelkönigs“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.383, 2019-02.