»das Kreuz in der Nuß«

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 294

[...] Das Weib, inzwischen aller Kleidungsstücke ledig, versuchte ein letztes, hielt, so gut es ging, ihr Hinterteil über den Misthaufen, über den darunter Verborgenen, um ihn das schimmernde Tor zum Geheimnis sehen zu lassen, das Kreuz in der Nuß, die Tür ins Nichts, das Weltgeheimnis; allein, der Tropf war nicht zu bewegen, und das Mentsch machte sich mit dem Gedanken: Ein Begehren ist so gut wie das andere, davon [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 323

[...] Nachdem die Gesellen von dieser Möglichkeit ausgiebig Gebrauch gemacht haben und die Antworten, auf Fragen nach neuen Fundorten, nach dem Streichen der Erzgänge, aber auch nach Inhalt und Versteck der Geldtruhen der Bergrichter und reichen Gewerken, sie außerordentlich zufriedenstellen, geben sie dem Berggeist, wie versprochen, die Freiheit wieder; der aber ruft zum Abschied: Ihr Toren, nach allem Unnotwendigen habt ihr gefragt, nur nach dem einen, dem einzigen, was ich euch nicht beantwortet hätte, nicht, nämlich: Was das Kreuz in der Nuß zu bedeuten hat [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 375

[...] Ich werde ihm eröffnen, was das Kreuz in der Nuß zu bedeuten hat, er wird es nicht überleben [...]


Zitiervorschlag:
„das Kreuz in der Nuß“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.381, 2019-02.