»Salman-Rushdie-Gedächtnislauf«

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Kommentar

Salman Rushdie (* 1947), britisch-indischer Schriftsteller, sein Roman Die satanischen Verse (1988) erlangte durch die (heute noch gültige) „Fatwa“ des iranischen Staatschefs Khomeini, in der er Rushdie zum Tode verurteilte, weltweites Aufsehen. Das Urteil wurde mit dem angeblich islamfeindlichen Inhalt des Buches begründet.

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 291

[...] Im Gegenteil, sogar die Expedition werde ich fortsetzen, ich werde alles sehen, die Klavier-Erstbesteigung des Großglockner und die Großglockner-Klavier-Winter-Erstbesteigung, die Flurumgänge, die Stronachkogel-Umrundung, den Salman-Rushdie-Gedächtnislauf, alles [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 340

[...] Eine große Sache! Es hätte, höre ich ihn begeistert aufzählen, es hätte beinhaltet: Erstbesteigungen mit dem Rücken zur Wand, Übungserstbesteigungen auf niedrigen, später, die Königsdisziplinen, Wand-Rücken-Erstbesteigungen auf hohen Dreitausendern, Freikörper-Erstbesteigungen etwa des Großvenedigers, Motorraderstbefahrungen des Großglockners, später Speedwayrennen den Glockner hinauf, über das sogenannte Eisleitl, das nicht von ungefähr so heißt, erster internationaler Glocknerlauf, irgendwann vielleicht: Salman-Rushdie-Gedächtnislauf, und, ein Blick in die Zukunft, Zukunftsmusik, und eben deshalb so kühn: Die Tauernrallye – wer auch nur einen Dreitausendergipfel nicht überquert, wird disqualifiziert (Problem: Aufstellung von Streckenposten und Preisrichtern, hatte ich notiert), ein Rennen, das sich über Jahre hinziehen würde [...]


Zitiervorschlag:
„Salman-Rushdie-Gedächtnislauf“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.349, 2019-02.