»Accabbadora«

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Kommentar

Accabbadora: die „Totschlägerin“. Bis ins 19. Jahrhundert gab es auf Sardinien angeblich den Brauch, die Alten zu töten – darin könnte sich „eine uralte Vorstellung aus der religiösen Welt der Megalithkulturen bis in historische Zeit erhalten“ haben, der Glaube, dass der Mensch nach dem Tod in jenem Zustand weiterexistiert, in dem er sich im Augenblick des Todes befand, könnte zu diesem „Brauch“ geführt haben: Man tötete die Alten, bevor sie hinfällig geworden waren. (vgl. Reden 1978, 170)

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 278

[...] Dann aber der große Auftritt, Auftritt der Accabbadora, der Priesterin, der Totschlägerin [...]


Zitiervorschlag:
„Accabbadora“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.255, 2019-02.