»Großglockner-Erstbesteigung«

TEI version< zurück

Kommentar

Nach einer ersten, nur knapp gescheiterten Expedition zur Erstbesteigung des Großglockners 1799 startete im Sommer (1800): der „Fürstbischof“ von Gurk, Franz Xaver von Salm-Reifferscheid, eine zweite Mannschaft aus: Am 29. Juli erreichten vier einheimische Zimmerleute und ein Pfarrer den Gipfel, drei der „prominenten“ Teilnehmer – Wissenschaftler, Publizisten – erstiegen den Kleinglockner.

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 277

[...] Laiendarsteller werden im sogenannten Nationalparkhaus in Döllach leicht anzuwerben sein, Leute, nicht einmal ungeübt in solchen Dingen, stellen sie doch bei jeder Gelegenheit die bald zweihundert Jahre zurückliegende Großglockner-Erstbesteigung in Originaltrachten, mit Leitern und Stöcken, nach; die Oberen Mölltaler, die nicht mit den fidelen Mölltalern zu verwechseln sind, sind überhaupt große Nachsteller und Schausteller, Wochen sind sie oft mit Packpferden unterwegs, um, die Hohen Tauern, keltisch Tur, Übergang, überwindend, dem Bischof von Salzburg Wein aus dem Friaul oder dem Veneto zu liefern [...]


Zitiervorschlag:
„Großglockner-Erstbesteigung“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.237, 2019-02.