Mocher

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Kommentar

Berg (2605 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern in Kärnten (auch „Mohar“ genannt)

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 277

[...] Da tritt ein unbekannter, großgewachsener Mann mit einer Rute aus Haselnußholz zur Tür herein, klopft sich den Schnee ab und schlägt, zum Erstaunen der Anwesenden, auf den Toten mit der Rute ein so lange, bis dieser keinen Versuch, sich aufzurichten, mehr unternimmt und kraftlos in die Kissen zurückfällt; daß der Tote, erklärt der Fremde, hätte er nicht kundig eingegriffen, wohl die gesamte Trauergemeinde in tausend Stücke gerissen hätte, da die Söhne es unterlassen hätten, den toten Vater auf den Schlitten zu packen und in die Schneenacht hinauszuziehen, bergan, zum nächsthöchsten Punkt oder Gipfel, um ihn dort, in diesem Fall Auf der Stell oder auf dem Mocher oder Sauris, im dichten Schneegestöber aufzubahren; und schon ist der Unheimliche wieder verschwunden [...]


Zitiervorschlag:
Mocher. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.231, 2019-02.