»der Tod als Stammesfest, die Wiederkehr des Festes als Farce«

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Kommentar

Jean Baudrillard, dessen Überlegungen zu Tod und Simulation dieser Passage zugrunde liegen, geht auf Riten der „Wilden“, auf „Stammesgesellschaften“ zurück, bei denen es eine Reziprozität zwischen Leben und Tod gebe. (Baudrillard 2011, 243ff.) Kofler könnte der Vorstellung vom Zyklischen („Wiederkehr“) des Abtauschs zwischen Leben und Tod ein Marx-Zitat hinzugefügt haben, zu Beginn von Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte schreibt Karl Marx: Hegel bemerkt irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“ (Marx 1960, 115)

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 274

[...] Der Tod als Stammesfest [...]


Zitiervorschlag:
„der Tod als Stammesfest, die Wiederkehr des Festes als Farce“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.193, 2019-02.