»ein Massenmörder hat die Autobahnen und die Autos bauen lassen«

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Kommentar

Zwar wurden die ersten Autobahnen in Deutschland in der Weimarer Republik gebaut, mit dem nach Hitlers „Machtergreifung“ 1933 erlassenen „Gesetz über die Errichtung eines Unternehmens ,Reichsautobahnen‘“ setzte der Ausbau eines Autobahnnetzes – und die Mythisierung als „Straßen des Führers“ (vgl. Schütz/Gruber 1996, 18) – ein. Ende 1943 waren rund 3900 km Autobahnen fertiggestellt. Und Adolf Hitler versprach eine künftige Massenmotorisierung, die Deutschen sollten für einen leistbaren „KdF-Wagen“ („Kraft durch Freude-Wagen“, „Volkswagen“) ansparen. 1938 wurde das Volkswagenwerk in der „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ (ab 1945 Wolfsburg) errichtet, wo allerdings nur einige Hundert „KdF-Wagen“, vor allem aber Kübel- und Schwimmwagen für die Wehrmacht produziert wurden. (vgl. Schütz 2001)


Adolf Hitler beim ersten Spatenstich für die österreichische Autobahn am Walserberg bei Salzburg., 8. 4. 1938
Foto: Scherl / SZ-Photo, picturedesk.com

Textausschnitte

Der Hirt auf dem Felsen, S. 265

[...] Ja, ein Massenmörder hat die Autobahnen und die Autos bauen lassen, ein anderer schafft sie wieder ab, anders wird es nicht zu machen sein, höre ich ihn murmeln im Weitergehen, so ist es gewesen [...]


Zitiervorschlag:
„ein Massenmörder hat die Autobahnen und die Autos bauen lassen“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.hirt.117, 2019-02.