den plasmatischen Erregungen und Strömungsempfindungen

TEI version< zurück

Kommentar

Kofler bezieht sich hier auf die „orgonotische (plasmatische) Strömung“ in der Theorie Wilhelm Reichs, der damit „ein Gefühl des Fließens im Gewebe des Körpers“ beschreibt, ein Zustand, wenn vegetative Energie nicht länger durch unterdrückte Gefühlszustände blockiert ist. In der Sexualität werden diese Erregungsströme als Lust erlebt (Stumm/Pritz 2000 , 670–671).

Textausschnitte

Aus der Wildnis, S. 373

[...] Ach, erwiderte der Achternbusch, dieses Rumgehopse, dieses ganze ernsthafte Rumgestöhne, ich find das lächerlich, mich reizt das jedesmal zum Lachen! Eben, Herbert, wiederholte der Arzt, weil du die Liebe nicht kennst! Immissio! neue imperative, altarbild genitalität Frei, strömend, unmittelbar, gelöst, natürlich; gesund! Sein Organismus gab sich völlig den plasmatischen Erregungen und Strömungsempfindungen hin [...]


Zitiervorschlag:
den plasmatischen Erregungen und Strömungsempfindungen. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.wildnis.1196, 2019-02.