Vor Journalisten sollte der Verteidigungsminister zwölf Jahre später ausführen, daß schon Engels die allgemeine Wehrpflicht als natürliche Ergänzung des Stimmrechts bezeichnet

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Kommentar

Kofler bezieht sich auf Otto Franz Rösch (1917–1995). Der SPÖ-Politiker war eines von vier ehemaligen NSDAP-Mitgliedern in Bruno Kreiskys erstem Kabinett; 1970–1977 Innenminister, 1977–1983 Bundesminister für Landesverteidigung. Im Nachlass befindet sich ein undatierter Zeitungsausschnitt unklarer Quelle mit dem Titel „Rösch behauptet: ›SP war stets fürs Heer‹“. Darin wird von einer Rede des Verteidigungsministers Rösch bei einer Tagung des Karl-Renner-Instituts berichtet, in der dieser sich auf Friedrich Engels bezieht. „Schon Friedrich Engels, so Rösch, habe 1865 die allgemeine Wehrpflicht als natürliche Ergänzung des Stimmrechts bezeichnet […]“ (11/W4/1). Die Originalaussage bei Engels lautet: „Je mehr Arbeiter in den Waffen geübt werden, desto besser. Die allgemeine Wehrpflicht ist die notwendige und natürliche Ergänzung des allgemeinen Stimmrechts“ (Engels 1973, 66).

Textausschnitte

Aus der Wildnis, S. 340

[...] Vor Journalisten sollte der Verteidigungsminister zwölf Jahre später ausführen, daß schon Engels die allgemeine Wehrpflicht als natürliche Ergänzung des Stimmrechtes bezeichnet und Bebel 1881 sich für die allgemeine Volksbewaffnung ausgesprochen habe, unter dem Motto „Jeder Bürger ein Soldat, jeder Soldat ein Bürger“ [...]


Zitiervorschlag:
Vor Journalisten sollte der Verteidigungsminister zwölf Jahre später ausführen, daß schon Engels die allgemeine Wehrpflicht als natürliche Ergänzung des Stimmrechts bezeichnet. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.wildnis.1106, 2019-02.