in jenem Herbst, »da das Auge erkrankte am Rosten der Blätter«

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Kommentar

Kofler zitiert aus seinem eigenen Text Trauerreden , einem frühen, im Nachlass erhaltenen Prosagedicht: „Beethoven im hohen herbst schweigender aufzeichnungen, trauriger herbst anno 1927 ... [/] nein kein morgen für liedersänger da das auge erkrankte am rosten der blätter“ (1966, 11/W4).

Textausschnitte

Aus der Wildnis, S. 334

[...] Abends saß Kirsch in seinem Dachbodenzimmer, in jenem Herbst, „da das Auge erkrankte am Rosten der Blätter“; Beethoven und Berlioz vom Tonband, Genie und Wahnsinn; er versuchte Gedichte zu schreiben, Naturlyrik, Jahreszeitengedichte, Fragmente, oder malte, von seinen Initialen ausgehend, Briefköpfe mit grüner oder brauner Tinte auf im übrigen aus der Kanzlei entwendete Briefbögen, „zerfließende sich auflösende Strukturen“ [...]


Zitiervorschlag:
in jenem Herbst, „da das Auge erkrankte am Rosten der Blätter“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.wildnis.1088, 2019-02.