ihren auf eine, nach Reich, hysterische Genitalisierung des Kehlkopfs verweisenden Organen

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Kommentar

Unter „Genitalisierung“ versteht Reich (bei einem Vortrag 1925) „die libidinöse Verschiebung bei der Hysterie durch Ausbreitung der genitalen Libido auch auf die anderen erogenen Zonen“ (Reich 1926, 35).

Textausschnitte

Konkurrenz, S. 495

[...] Die Salzburger, die Fette, die Fleißner! Die ranzige alte Fleißner, die das jährliche Kinderherausbeuteln ihrer Töchter überwacht und die ständig größer werdende Kinderschar mit einem selbsterfundenen Reim – eins, zwei, Osterei, eins, zwei, drei, Osterei – Stufe um Stufe durch das Stiegenhaus dirigiert; oder die Salzburger mit ihren Truthahnstimmen, ihren auf eine, nach Reich, hysterische Genitalisierung des Kehlkopfs verweisenden Organen! Unmittelbar unter der Wohnung des Autors hausen sie nur zu dem Zweck, ihn zu belästigen, ihm die Polizei an die Tür zu schicken und ihre Türen so zuzuwerfen, daß es ihn aus dem Bett schleudert [...]


Zitiervorschlag:
ihren auf eine, nach Reich, hysterische Genitalisierung des Kehlkopfs verweisenden Organen. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.konkurrenz.1566, 2019-02.