Obdach

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Kommentar

Steirische Marktgemeinde südlich von Zeltweg am Übergang ins Kärntner Lavanttal

Textausschnitte

Konkurrenz, S. 425

[...] Ich habe nämlich in Obdach das alte Schulhaus erworben und benutze meine Freizeit dazu, dieses baufällige Objekt wieder instandzusetzen [...]

Konkurrenz, S. 426

[...] Sache! – auf dieses außerordentlich günstige Objekt aufmerksam gemacht: Außerhalb des Dorfes gelegen, von keinerlei Nachbarn einzusehen und mit der Rückseite an den Wald grenzend, an den dicht bewaldeten Höhenzug zwischen den Ortschaften Obdach und Hof – entsprechend saniert ein nachgerade herrschaftliches Landhaus! Der Waffenhändler war es auch gewesen, der über seine weitreichenden verdeckten Beziehungen die Verkaufsverhandlungen vorbereitet und in jene für mich so günstige Richtung gelenkt hatte; ferner hatte er mir für kleinere Arbeiten und für die Wartung des Hauses im Winter oder in meiner Abwesenheit zwei „Domestiken“ (so mein Freund) vermittelt, die Eheleute Zinnöder, den Frächter Zinnöder und dessen Frau [...]

Konkurrenz, S. 428

[...] Und wie günstig Obdach für mich gelegen ist [...]

Konkurrenz, S. 434

[...] Jänner – meinem Geburtstag –, aus Obdach nach Hause kam, provozierte die Widerbeklagte einen Streit, indem sie wiederholt ankündigte, sie werde mir eine feine Geburtstagsüberraschung bereiten [...]

Konkurrenz, S. 435

[...] – Als ich unlängst nach einem Feiertagswochenende in den Abendstunden müde aus Obdach zurückkehrte, lauerte sie mir wieder auf und trompetete wie betrunken oder ihrer Sinne vor Haß nicht mehr mächtig von der Treppe herab: Verneige dich, du Christenheit, der Sohn des Steueramtsdieners kehrt heim! Dutzende ließen ihr Leben im Feiertagsverkehr, aber er kehrt zurück, der Nachfahre eines Ofeneinheizers! – Aber auch andere Ausdrücke, wie Faktotum, Zuhälter, Betrüger, ja Verbrecher waren an der Tagesordnung [...]

Konkurrenz, S. 452

[...] In Augenblicken wie jenen, vor denen ich Augen und Ohren verschlossen hatte, würde er seiner Frau am liebsten „die Büchsen“ herausschneiden, hatte er mir einmal erklärt, denn schlimmer als die Frauen schlechthin seien nur noch die Hofer, die mit den Obdachern verfeindeten Bewohner der Ortschaft Hof jenseits des Höhenzuges [...]

Konkurrenz, S. 463

[...] Außerdem habe es sich gleichsam um, zugegeben gewöhnliche, Vor-Ermittlungen gehandelt, demnächst aber, vielleicht schon am kommenden Wochenende, werde er seine Spezialapparaturen, seine „Geheimwaffen“ zur Anwendung bringen, da werde ich staunen! Als ich am Sonntagabend aus Obdach zurückkehrte, war ich tatsächlich erstaunt: Gänzlich gegen ihre in letzter Zeit entwickelte Gewohnheit, erst am Montag oder Dienstag aus Zell zurückzukehren, saß meine Frau vergnügt im Wohnzimmer vor dem Fernsehapparat und süffelte mit der Unzeitig Curaçao [...]

Konkurrenz, S. 504

[...] schon einmal an diesem Tag, verließ ich das Haus, verlasse ich die Inszenierung, um mich, wenigstens über das Wochenende, nach Obdach zu retten [...]


Zitiervorschlag:
Obdach. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.konkurrenz.1320, 2019-02.