Wunschkonzert

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Kommentar

Das „Wunschkonzert“ war seit frühen Radiotagen eine der beliebteste Sendungen, in Österreich gab es sie seit 1931 (vgl. Godler 2004, 248).

Textausschnitte

Guggile, S. 28

[...] nikolai, sei „herrlich“; ihre lieblingsschlager aber seien, zu hören nur im Wunschkonzert, „sei zufrieden“ und das lied „von die oltn leit“ [...]

Ida H., S. 230

[...] gasse: verschiedene Stimmen und Geräusche aus verschiedenen Wohnungen; die Geräusche strömten aus den Fenstern wie intensive Gerüche und hielten sich wie eine Dunstschicht über der Gasse – Klappern von Geschirr, plärrende Kinder und wütende Erwachsene, Egerländer Volksmusik aus einem Radio, das „Wunschkonzert“, das Kläffen eines kleinen Hundes, Männerund Frauenstimmen, in eine heftige Auseinandersetzung verstrickt, die Musik zu einem alten Heimatfilm aus irgendeinem Fernseher, zwischendurch ein unartikulierter, kurzer Schrei, hervorgestoßen in höchster Wut und Verzweiflung, gleichzeitig das Irgendwo-Auftreffen eines schweren Gegenstandes und das Splittern von Glas; laute Gespräche und Gelächter vorübergehender Gastarbeiter, spielende Kinder, das Klappern von Holzsandalen auf dem Asphalt; auf einem Harmonium versuchte ein Anfänger „Nun Brüder eine gute Nacht“ zu spielen, eine Männerstimme rief von unten, aus einer ebenerdigen Wohnung immer wieder „Geh in Oasch, in Oasch konnst gehn mit dem Schaß“ [...]

, S. 300

[...] Das schönste und sinnigste Lied aber, bekannt aus Wunschkonzert, Turnverein und Katholischer Jungschar und doch immer aufs neue mitreißend, war das Lied von den Bergkameraden: Wenn wir erklimmen sonnige Höhen,/streben dem Gipfelkreuz zu [...]


Zitiervorschlag:
Wunschkonzert. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.ida.772, 2019-02.