Heil- und Pflegeanstalt in Klagenfurt

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Kommentar

Die Klagenfurter „Landes-Irrenanstalt“ wurde (1877): nach langer Planungs- und Vorbereitungsphase eröffnet, 108 „Pfleglinge“ zogen ein, bald war die Anstalt jedoch zu bis zu 200 Prozent überbelegt. 1896 wurde daher zusätzlich eine „Landes-Irren-Siechen-Anstalt“ errichtet, in der als unheilbar krank eingestufte Patienten billiger untergebracht werden konnten (vgl. Posch 1987, 231f.). Während der NS-Herrschaft erfolgten auch in Klagenfurt Zwangssterilisationen, hunderte Patienten wurden nach Hartheim geschickt und dort ermordet.

Textausschnitte

Ida H., S. 205

[...] über ihre bisherigen Anstaltsaufenthalte befragt, gibt die Kurandin an, daß sie in der Heil- und Pflegeanstalt in Klagenfurt in stationärer Behandlung stand, dann in der Landesnervenklinik in Bad Hall in Tirol, mehrmals in der hiesigen Landesnervenklinik, in der oberösterreichischen Landesheil- und Pflegeanstalt (Linz Niedernhart) bis angeblich letztmalig 1972 [...]


Zitiervorschlag:
Heil- und Pflegeanstalt in Klagenfurt. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.ida.634, 2019-02.