Deutsch-Südwestafrika

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Kommentar

Zwischen 1884 und 1915 bestand auf dem Gebiet des heutigen Namibia die Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“. 1904–1908 kam es zum Aufstand der einheimischen Völker Herero und Nama, den die Kolonialherren brutal niederschlugen – man spricht heute von einem Genozid (vgl. u.a. Zimmerer 2003). Zu Zeiten der Abfassung von Ida H. war von Völkermord keine Rede, die deutschen Kriegsverbrechen in ihrer Kolonie wurden verschwiegen. Verbunden mit dem Hinweis auf die unbewältigte Kolonialgeschichte war in den 1970er Jahren bei der Linken in Deutschland die Unterstützung der Unabhängigkeitsbewegung in Namibia, besonders der marxistischen SWAPO-Partei.

Textausschnitte

Ida H., S. 126

[...] Fragte Fallenbigl: Und die Kubaner in Angola?, spottete Herbst: Deutsch-Südwestafrika, man stelle sich vor, Deutsch- Südwestafrika, die größte Perversion der Weltgeschichte! Und Vietnam? (Fallenbigl) Was Vietnam? (Herbst) Wo der Norden nun den Süden überfallen habe, Fallenbigl [...]


Zitiervorschlag:
Deutsch-Südwestafrika. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.ida.474, 2019-02.