Paul Celan

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Kommentar

Paul Celan (1920–1970), aus Czernowitz stammender, deutschsprachiger Lyriker, ab 1948 in Paris lebend

Textausschnitte

Guggile, S. 79

[...] (hommage à paul celan) eines mittags, der fasching war ins land, und nicht nur ins land, gezogen, da fuhr, stieg in seinen wagen und fuhr der idiot, idiot und besitzer eines Werkes, eines Zementwerkes, und mit ihm fuhr sein name, der lokal bekannte, fuhr und kam, kam dahergerauscht, ließ sich hören, sich und den wein oben, im kastl, im hirnkastl, fuhr bald links, fuhr bald rechts, hörst du, du hörst mich, den pacher, den pacher-karli, i bins, da koale, ich und das, was ich besitze, ich und das, was ich trank – er fuhr also, betrunken, fuhr eines mittags, hollodero, dahin einige straßen, wollt nach lind, fuhr hinauf, fuhr den posthügl – fuhr zur linder brücke hinauf, fuhr, mit einem mordskareé, fuhr ohne rücksicht auf sich und die andern – denn der idiot, was gibt es schon für ihn, das nicht erlaubt war im fasching, im fasching in villach –, da fuhr er also und kam, kam mit einem achtzger daher aus der kurve, kam, dahergeschleudert, auf die brücke, die hölzerne, die holprige, kam und kam [...]


Zitiervorschlag:
Paul Celan. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.guggile.312, 2019-02.