schuhfabrik Neuner in Ebental bei klagenfurt

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Kommentar

(1793): übernahm Christof Neuner (1765–1834), aus Oberfranken eingewandert, einen Riemerbetrieb in Klagenfurt. Der Sohn begann, Pferdegeschirre zu produzieren und Leder zu gerben, er baute den Betrieb maßgeblich aus. Während des Ersten Weltkriegs war man ein wichtiger Heereslieferant. Den durch den Ersatz der Pferde durch Maschinen bedingten Produktionsausfall kompensierte die Firma durch den Beginn einer Schuhfertigung. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg produzierte man bis zu 1500 Paar Schuhe täglich (vgl. Giencke 1968, 18). Das Stammhaus in der St. Veiter Straße wurde zu klein, 1958 verlegte man die Schuhfabrik in die Ebentaler Straße 139.

Textausschnitte

Guggile, S. 60

[...] ), als abonnement-mittagesser beim kollmann in der villacherstra- ße und als bewohner eines zimmers bei verwandten auf dem klagenfurter kreuzbergl; dann, später, viel später, als hilfsarbeiter in der schuhfabrik neuner in ebental bei klagenfurt; (die arbeit hat um sieben uhr begonnen, man muß sich vorstellen: jeden tag, nur samstag nicht und sonntag, ist der ernsti „in aller herrgottsfrüh“ mit seinem stock und seiner tasche vom schießstattweg das kreuzbergl herunter zum beethovenplatz gegangen, ist dort in den obus eingestiegen und mit dem obus nach ebental gefahren; um punkt sieben hat er in der schuhfabrik neuner seine arbeit aufgenommen: kleben, sohlen kleben, tagein tagaus kleben, kleben, kleben („das pickzeugs“, hat der ernsti gesagt, „stinkt so furchtbar [...]


Zitiervorschlag:
schuhfabrik Neuner in Ebental bei klagenfurt. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.guggile.232, 2019-02.