»sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.«

TEI version< zurück

Kommentar

Variation des bekannten Goethe-Aphorismus: „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann“ (Goethe 1993, 40).

Textausschnitte

Guggile, S. 25

[...] ) in ihrer nachbarschaft habe einer immer diese „billigen tomschack-heftln“ gelesen, und prompt („und prompt!“) sei aus jenem ein verbrecher geworden, „sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.“ (– ein festgefügter, durch jahrzehnte gleichbleibender fundus an Sprichwörtern und liedanfängen und hausgemachten ›verhaltensmaßregeln‹: „–, sagt man“, immer wieder „–, sagt man“, „man sagt ja auch: –“ oder „–, heißts im lied“, „– im lied“ oder, ein hausmacher: „wie mans antrifft, verläßt mans“, das klo zum beispiel, wenn ich allen ermahnungen zum trotz nachher die brille nicht wieder „hinaufgetan“ habe [...]


Zitiervorschlag:
„sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.guggile.130, 2019-02.